Leitstand

Die Fertigung im Blick

Der PSIpenta Leitstand ist ein Werkzeug zur Feinplanung, Auftragssteuerung, Durchsetzung und Überwachung der Fertigung bzw. der Fertigungstermine. Er dient der Aufbereitung der vom ERP-System übernommenen Grobplanungsdaten. Leistungsfähige mathematische und heuristische Algorithmen und über 20 Dispositionsregeln ermöglichen eine kurzfristige, minutengenaue Feinplanung auf die einzelnen Arbeitsplätze unter Berücksichtigung der verfügbaren Kapazitäten.

Leitstand MES PSIpenta
©ThinkstockPhotos, HASLOO, iStock (verändert)

Leistungsmerkmale

  • Kurzfristige, minutengenaue Feinplanung auf die einzelnen Arbeitsplätze unter Berücksichtigung der verfügbaren Kapazitäten
  • Grafische Plantafeln (Gantt-Diagramme)
  • Berücksichtigung von Teilefamilien und Rüstparametern
  • Werksübergreifende Planung und Fertigungsnetze in Echtzeit
  • Darstellung der zeitlichen Lage der technologisch miteinander verbundenen Arbeitsgänge eines mehrstufigen Auftrags in der Struktursicht
  • Konfigurierbares Hallenlayout
  • Planungsfunktionen wie Raffen, Splitten oder Überlappen, beispielsweise zur Rüstoptimierung
  • Geeignet für Serien- und komplexe Einzelfertigung
  • Aktive Überwachung von Ereignissen und Information mittels Ampelfunktion und Benachrichtigung des Planers
  • Simulation: Szenarien, Alternativplanungen
  • Vernetzung von bis zu 32 Leitständen
  • Integrationsfähigkeit in vorhandene Systemumgebungen

Planung gegen endliche Kapazitäten

Auf der Grundlage von Eckterminen aus der Produktionsplanung und -steuerung wird mit Hilfe des Leitstands wahlweise eine manuelle, halb- oder vollautomatische Reihenfolgeplanung durchgeführt. Die Aufträge können so aus der Auftragsverwaltung übernommen werden, feingeplant und an die Betriebsdatenerfassung weitergegeben werden. Von der Betriebsdatenerfassung werden Fortschrittsmeldungen aus der Produktion übernommen und an übergeordnete Systeme zurückgemeldet.

Grafische Plantafel

In der grafischen Plantafel (GANTT) und vielen anderen Ansichten werden alle Planungsdaten in Echtzeit visualisiert. Darüber hinaus kann der Fertigungsplaner via Drag & Drop direkt ein- und umplanen. Die aktuellen Meldungen aus der Produktion über den Fortschritt der einzelnen Aufträge fließen unmittelbar ein. Parallel zum realen Planungsprozess können verschiedene alternative Planungsversionen (Wäs-wäre-wenn-Planungen) simuliert und einander gegenübergestellt werden. Das Planungsszenario mit der besten Zielerreichung kann anschließend in den Echtbetrieb übernommen werden.

Gegenläufige Optimierungsziele harmonisieren (optional)

Die optimierte Belegung der Ressourcen hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Die Ziele sind dabei oft gegenläufig, d. h. Optimierungen eines Parameters beeinflussen einen oder mehrere andere Parameter negativ. Die gleichzeitige Betrachtung mehrerer Optimierungsziele ermöglicht die Qualicision®-Technologie. Die Zielfunktionen werden durch Key Performance Indikatoren (KPI) abgebildet, z. B. Auslastung, Lagerhaltung, kurze Auftragsdurchlaufzeit, minimale Rüstzeiten, Bevorzugung von Auftragsprioritäten oder nahe Lieferterminen. Die Optimierungsziele werden unabhängig voneinander gewichtet. So können situativ bedingt Prioritäten bei der Fertigungsfeinplanung berücksichtigt werden. Im Anschluss an die automatische Planung kann der Anwender den Belegungsplan nachträglich manuell bearbeiten. Die möglichen und insbesondere wirkungsvollen Priorisierungen der Optimierungsziele variieren mit den gegebenen Fertigungssituationen und müssen somit gegeneinander abgewogen werden. Die Erfüllung dieser Aufgabenstellung wird durch einen Lernalgorithmus unterstützt. Dabei werden die Ergebnisse mit unterschiedlichen Prioritäten der KPI ermittelt. Das Ziel des Algorithmus ist die Ermittlung der maximal möglichen Zielerreichung je KPI und der Abhängigkeiten der KPI untereinander. Bei Auswahl der gewünschten Priorität einer der Kennzahlen werden alle anderen Prioritäten entsprechend eingestellt. Die Ergebnisse werden in einem Diagramm grafisch dargestellt und vermitteln die Zusammenhänge der Kennzahlen und ihrer Prioritäten.