Multisite/Mehrwerkesteuerung/Intercompany

Werksübergreifende Geschäftsprozesse im Griff

Komplex strukturierte Unternehmen mit beliebig vielen nationalen und internationale Werken mit werksübergreifenden Geschäftsprozessen und gemeinsamen Daten verwaltet PSIpenta Multisite in einer Unternehmensstuktur und steuert sie aus einer zentralen Installation. Die produzierenden Werke greifen jeweils auf eigene Bestands- und Dispositionsdaten zu den gleichen Artikeln bzw. Erzeugnissen zu. So werden fremde und eigene Artikel in jedem Werk getrennt geplant, disponiert und abgerechnet. Außerdem können Werke, die zu einer Firma gehören, in einem Finanzbuchhaltung/Kostenrechnung-Zentralbereich zusammengefasst werden. Die Einrichtung zentraler Services für Vertrieb und Beschaffung ist neben den werksübergreifenden logistischen und kommerziellen Prozessen ein weiteres Funktionspaket zur sicheren und effektiven Abarbeitung wirtschaftlicher Anforderungen.

Multisite ERP-System PSIpenta
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Leistungsmerkmale

  • Kommerzielle Struktur unabhängig von der logistischen Struktur des Unternehmens: Zuordnung von Werken zu Zentralbereichen und Finanzwesen
  • Werksübergreifende Geschäftsprozesse: Materiallieferung zwischen Werken, Dreiecksgeschäfte mit Kunden, unternehmensweite Verfügbarkeits- und Machbarkeitsprüfung
  • Zentralbereich Vertrieb: Bündelung geografischer Vertriebsaktivitäten in mehrere Vertriebseinheiten oder die vollständige Zentralisierung des Vertriebs in einem Zentralbereich
  • Zentralbereich Einkauf: Gliederung in verschiedene Zentralbereiche, Abwicklung von Warenannahme und Rechnungsprüfung, Nutzung von Skaleneffekten, Verhandungsbasis für bessere Konditionen

Multisite ist mehr als eine Mandantenlösung

PSIpenta Multisite/Mehrwerkesteuerung unterscheidet sich grundsätzlich von herkömmlichen Mandantenlösungen, die übergreifende Prozesse nicht oder nur rudimentär unterstützen. Im Multisite-Betrieb werden die grundlegenden Prozesse zur Abwicklung von Kundenvorgängen, Lieferungen und der Fakturierung einerseits und der Beschaffung und Rechnungsprüfung andererseits um Prozesse und Funktionen zur Abbildung von werksübergreifenden Vorgängen erweitert.

PSIpenta Multisite basiert auf den Begriffen „Logistisches Unternehmen“, „Zentralbereich“ und „Werk“:

Das logistische Unternehmen fasst alle Werke zusammen, die mit denselben technischen und kommerziellen Grunddaten arbeiten. Zwischen diesen Werken werden übergreifende Geschäftsprozesse getätigt.

Der Zentralbereich fasst Werke eines logistischen Unternehmens zusammen, die in einem bestimmten Anwendungsbereich (z. B. Vertrieb) werksübergreifend zusammenarbeiten sollen. Die Zentralbereiche sind voneinander unabhängig, d. h. vertrieblich,  beschaffungsseitig und FiBu/KoRe-seitig können abweichende Zentralbereiche eingerichtet werden.

Das Werk ist die Organisationseinheit für Disposition, Bestandsführung, Produktion und Abrechnung.

Für den Anwender ist die Multisite-/Mehrwerkestruktur vollständig transparent. Alle notwendigen Übergänge innerhalb der Struktur werden automatisch ausgeführt („Site-Hopping“).

Zentralbereich Vertrieb

Die Einführung des Zentralbereiches „Vertrieb“ erlaubt die Bündelung geografischer Vertriebsaktivitäten in mehrere Vertriebseinheiten oder die vollständige Zentralisierung des Vertriebs in einem Zentralbereich. Einzelne Werke können organisatorisch Vertriebsbereichen zugeordnet werden. Alle relevanten Daten stehen auf einen Blick zur Verfügung und bilden so eine gute Basis für verlässliche Aussagen zur Verfügbarkeit und Terminierung der angeforderten Lieferungen. In diesen Vertriebszentralbereichen werden auch Versand, Fakturierung und Absatzplanung abgewickelt. Jedes Werk ist einem Vertriebszentralbereich zugeordnet. Umgekehrt kann ein Vertriebszentralbereich für mehrere Werke zuständig sein. Ein Zentralbereich Vertrieb verkauft auf Rechnung der Werke, die ihm zugeordnet sind. Verkauft ein Vertriebsbereich auf eigene Rechnung, muss für ihn ein eigenes Werk angelegt werden. Die Daten des Vertriebs, des Versands und der Fakturierung einschließlich der entsprechenden Vorgänge sind dem Vertriebszentralbereich zugeordnet. In verschiedenen Objekten des Zentralbereichs ist das Referenzwerk bzw. auftragnehmende Werk (kontextgebendes Werk) angegeben. Die Kundendaten sind aufgeteilt in einen Kundenstammsatz mit den Vertriebsdaten und einen Stammsatz mit den für den Mandanten Finanzbuchführung spezifischen Daten (Debitorendaten, einmal je Mandant). Die zugehörigen Adressen sind unternehmensweit gültig.

Zentralbereich Einkauf

Der Einkauf kann in verschiedene Zentralbereiche gegliedert sein. In diesen Einkaufszentralbereichen werden auch Warenannahme und Rechnungsprüfung abgewickelt. Mit dem Zentralbereich Einkauf können die Bedarfe verschiedener Werke. zusammengefasst werden.  Wie bei den Vertriebsbereichen, können hier auch mehrere Einkaufsbereiche eingerichtet werden, um geografische oder logistische Aspekte  gleichermaßen zu berücksichtigen. Jedes Werk ist einem Einkaufszentralbereich zugeordnet. Umgekehrt kann ein Einkaufszentralbereich für mehrere Werke zuständig sein. Mit Hilfe von Einkaufszentralbereichen werden mehrere Werke zu Einkaufseinheiten zusammengefasst. In einem Einkaufszentralbereich werden dann dieselben Bestellreferenzen und Abrufbestellungen für alle angeschlossenen Werke  genutzt. Über Werkskonditionen können zu bevorzugende Lieferanten und Preise werksspezifisch eingestellt werden. Die Lieferantendaten sind aufgeteilt in einen Lieferantenstammsatz mit den Einkaufsdaten (einmal je Lieferant) und einen Stammsatz mit den für den Mandanten spezifischen Daten (Kreditorendaten, einmal je Mandant). Die zugehörigen Adressen sind unternehmensweit gültig. Alle Daten des Einkaufs- und der Rechnungsprüfung sowie die Warenannahme und die entsprechenden Vorgänge sind dem Einkaufszentralbereich zugeordnet.

Zentralbereich Finanzbuchhaltung/Kostenrechnung

Dieser Zentralbereichstyp erlaubt die Bündelung aller Aktivitäten  der Finanzbuchhaltung und der Kostenrechnung verschiedener Werke. Dies ist natürlich nur sinnvoll für Werke, die zu einer Firma gehören.