Advanced Planning & Scheduling

Ideal ausgelastet

Basierend auf modernen Algorithmen der Regelungstechnologie, bietet PSIpenta adaptive einen konzeptionell völlig neuen Ansatz zur Regelung dynamischer Fertigungsprozesse. Durch dieses Funktionspaket wird eine perfekt abgestimmte Disposition und Produktion erreicht und damit eine ideale Auslastung der Maschinen  und Mitarbeiter. Die optimale  Synchronisation von Materialwirtschaft und Fertigung führt zu deutlich reduzierten Beständen bei  kürzeren Durchlaufzeiten, zu verbesserter Lieferfähigkeit und Termintreue.

Advanced Planning and Scheduling ERP-System PSIpenta
©ThinkstockPhotos, Hemera Technologies, Ablestock.com

Leistungsmerkmale

  • Absatz- und Vorproduktionsprognose
  • Lieferantenforecast
  • Optimierung von Montagegrenzen
  • Keine Starttermine in der Vergangenheit
  • Ermittlung kritischer Baugruppen
  • Berücksichtigung begrenzter Kapazität
  • Festlegung einer erlaubten Überlast
  • Simulation von Lieferterminen
  • Sicherstellung einer rückstandsfreien Produktion (Rückstandsauflösung)
  • Anzeige der kritischen Wege
  • Materialsynchronisation in allen Produktionsbereichen
  • Engpassanalysen und deren Behebungen sowie Szenarioplanungen
  • Synchronisation anonymer und kundenspezifischer Aufträge untereinander
  • Technische Umsetzung und verdichtete Visualisierung der Prozesskennzahlen
  • Grafische Darstellung von Auftragsnetzen als Chart oder Gantt-Diagramm
  • Hervorhebung des kritischen Pfads
  • Visualisierung und Monitoring mit manuellen Eingriffsmöglichkeiten
  • Handlungsvorschläge für nicht automatisch regulierbare Störgrößen

Kurze Lieferzeiten vs. niedrige Lagerbestände

Schwankende Auftragseingänge und komplexe Produktionsprozesse kennzeichnen heute die Fertigung in vielen Industriebranchen. Gleichzeitig wachsen Kundenanforderungen hinsichtlich kurzen Lieferzeiten und Einhaltung der zugesagten Liefertermine. Störungen einzelner Prozesse, z. B. durch fehlende Zulieferteile oder Kapazitätsengpässe führen schnell zu nicht wieder aufholbaren Rückständen, Lieferverzug und Vertragsstrafen.  Um in diesem dynamischen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen vor allem die Prozessgeschwindigkeit entlang der Supply Chain erhöhen. Dies wird durch die Harmonisierung der Produktionsabläufe und die Verkürzung der Durchlaufzeiten erreicht. Dadurch verbessert sich automatisch die Produktionsliquidität, Lagerbestände werden reduziert und geben gebundenes Kapital frei. Ein Ansatz, dieses Szenario zu beherrschen, ist eine adaptive Planung und Steuerung (APS) von Produktionsabläufen, die die Fertigung automatisch an sich ändernde Bedingungen ausregelt.

Erweiterung des ERP-Systems

Die Steuerung und Optimierung komplexer, dynamischer Fertigungsprozesse können herkömmliche, statische Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme nicht leisten. Mit PSIpenta adaptive steht ein APS-System zur automatischen Regelung zur Verfügung. Das System berücksichtigt alle Planungsebenen, sodass ein aktuelles Abbild der realen Situation im Unternehmen entsteht. Kernbestandteil dieses APS-Pakets sind auf modernen Algorithmen basierende Reglerkomponenten. Die kaskadierenden Regler kommen in verschiedenen Ebenen zum Einsatz. Sie reagieren automatisch auf Störungen unterschiedlichster Art und justieren das gesamte ERP-System dynamisch entsprechend definierbarer Zielvorgaben oder geben Handlungsvorschläge an Entscheidungsträger.

Automatische Regelung von Beständen, Durchlaufzeiten und Liquidität

Ein kritischer Parameter im Produktionsprozess ist die Bevorratung mit Zulieferteilen. Zu hohe Lagerbestände binden zu viel Kapital, Materialengpässe können jedoch schnell zu Lieferverzügen führen. In der APS-Erweiterung wird diese Problematik durch sogenannte selbstregulierende Mechanismen gelöst. Diese berechnen Verbrauchs- und Bedarfsprognosen. Aus diesen Daten werden über statistische Verfahren Stellgrößen für das ERP-System abgeleitet und Entscheidungsvorschläge für die Dispositionsparameter erstellt. Gleichzeitig werden Absatz- und daraus resultierende Vorproduktionsprognosen ermittelt. Logistisch werden die anonyme Vorproduktion bzw. Beschaffung und die auftragsbezogene Fertigung an einem Entkopplungspunkt getrennt. Die Bevorratung an diesem Entkopplungspunkt wird durch die Absatz- und daraus abgeleiteten Verbrauchsprognosen der Ausgangsmaterialien dynamisch bestimmt. Die tatsächlichen Wiederbeschaffungszeiten und Durchlaufzeiten in der Produktion ermittelt das System automatisch. Auf der Grundlage aktueller oder zukünftiger Betriebszustände der Fertigungsressourcen werden auch Leistungsparameter wie Tot- und Liegezeiten bei der Ermittlung der Durchlaufzeiten berücksichtigt.

Exakte Lieferterminfindung

Ein weiterer zentraler Bestandteil der APS-Erweiterung ist die Ermittlung des frühestmöglich realisierbaren Liefertermins. Die Lieferterminermittlung lässt Starttermine in der Vergangenheit nicht mehr zu. Zusätzlich können Bestände und Zugänge für Bedarfe reserviert werden. Bei bereits vorhandenen Reservierungen wird eine doppelte Verplanung ausgeschlossen. Bei komplett zu liefernden Aufträgen mit mehreren Auftragspositionen werden alle Positionen an der „spätesten“ Position ausgerichtet und alle abhängigen Termine mit verschoben. Wird der Starttermin für die Beschaffung bzw. Produktion fest vorgegeben, ermittelt das System alle „kritischen“ Baugruppen und weist Teile, die den Wunschtermin gefährden, aus. Entscheidend ist, dass gegen begrenzte Kapazitäten geplant wird und damit eine Fertigung ohne Überlast der Engpasseinheiten sichergestellt ist. Die resultierende Auftragsstruktur wird zudem in einer kombinierten Baum-/Gantt-Darstellung visualisiert, welche die Deckungs- und Terminsituation aller für den Liefertermin relevanten Artikel übersichtlich aufzeigt.

Optimierung der Auftragsnetze und Handlungsanweisen zur Behebung kritischer Pfade

Der „Dynamische Produktionsabgleich“ optimiert schließlich die Auftragsnetze mit dem Ziel, die vorgegebenen Liefertermine unter Berücksichtigung knapper Ressourcen und unvorhergesehener Störungen einzuhalten. Die gesamte Planungs- und Datenhoheit verbleibt dabei im ERP-System. So wird die Ausregelung von Störungen aus Einkauf und Produktion möglich. Die Rückstandsauflösung priorisiert die Fertigungsaufträge mit dem Ziel, zugesagte Kundentermine unter allen Umständen einzuhalten. Die Priorisierung bewirkt eine Änderung der Reihenfolgen im gesamten Auftragsnetz. Übergangszeiten werden im Rahmen der planerischen Möglichkeiten gestaucht. Über ein Dashboard werden das entstandene Auftragsnetz visualisiert und kritische Wege angezeigt. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Anzeige vollständiger Fertigungsauftragsnetze als Chart oder Gantt-Diagramm. Darüber hinaus erhalten Entscheider Handlungsanweisungen, wie Störungen, die das System nicht automatisch regeln kann, ausgesteuert werden können.

Optimierung der Produktionsreihenfolgen an Engpässen

Die Qualicision®-Technologie der PSIPENTA-Schwester Fuzzy Logik Systeme GmbH ergänzt das APS-Paket zusätzlich mit der Möglichkeit einer multikriteriellen Optimierung der Produktionsreihenfolgen, wobei die Sequenzierung der Aufträge unter Berücksichtigung variabler Zielkriterien erfolgt. Auch die Sequenzierung wird automatisch an geänderte logistische Rahmenbedingungen oder veränderte Zielkriterien der Optimierung angepasst. 

ERP-Kern individuell ergänzen

Die Kernmodule der ERP-Software können problemlos um weitere individuelle Module ergänzt werden:

ERP-Kern

Finanz- und Personalwesen

Business Intelligence

Ergänzungsmodule

Servicemanagement

Absatzplanung

Lagerverwaltung

Just-in-Sequence

Variantenmanagement

Versand

Projektmanagement